Letztes Jahr wurde zum Sommeranfang, das erste Miet-Solarboot, der Bootsvermietung
Enge am
Mythenquai übergeben.Hinter dem Projekt steht die zürcher Regionalgruppe
der Schweizerischen
Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) und das ewz zürich. Als Hauptsponsoren
konnte das Gesundheits- und Umweltdepartement (GUD) der Stadt Zürich
und das Bundesamt für
Energie (bfe) gewonnen werden.
Lautloses Dahingleiten und eine frische Brise um die Nase bringt Sommerspass
Das Boot fasst 6 Personen und wird zu den gleichen Bedingungen wie ein entsprechendes
Motorboot vermietet, unterscheidet sich aber ansonsten wohltuend von diesen.
Kein Lärm und kein
Gestank kann den unbeschwerten Sommerspass, der erst durch eine Liegefläche
und Badeleiter
zum richtigen Vergnügen wird, stören. Aber auch alle anderen,
die Ruhe und Erholung suchen,
kommen auf Ihre Kosten.
ZHolar beweist: Sonnenenergie ist kein alter Hut und kein Kinderkram,
sondern neuste Technik im
futuristischem Design.
ZHolar hat seine erste Saison problemlos gemeistert und konnte seinen Gästen,
während 100 h, die
Vorteile des emissionsfreien Elektroantriebes vorführen. Das Solarkonzept,
das auch Fahrten bei
bedecktem Himmel erlaubt, hat sich bestens bewährt und niemand musste
zum Paddel greifen.
ZHolar, das erste Miet-Solarboot für alle, sticht wieder in See
Über den Winter wurde ZHolar gewartet und eingelagert. Nun erstrahlt
er wieder in neuem Glanz
und steht ab sofort allen sonnen-, ruhe-, natur, bade- aber auch technikbegeisterten
zur Verfügung.
Da keines der bestehenden Solarboote den hohen ästhetischen Vorstellungen
entsprach, wurden
einige Bootsingenieure konsultiert. Aufgrund dieser Evaluation wurde
ein eigenes Solarbootkonzept
ausgearbeitet. Das Design und eine grosse Energieautonomie standen im Mittelpunkt.
Das
Solarkonzept sieht vor, dass mit vollen Batterien bis zu 5 Stunden, auch
bei bedecktem Himmel,
gefahren werden kann.
Zur Sponsorensuche wurde eine professionelle und überzeugende Präsentationsmappe
gestaltete.
Das ewz (Elektrizitätswerk Zürich) der Bund und auch das Gesundheits-
und Umweltdepartement der
Stadt Zürich waren von der Idee begeistert und konnten als Hauptsponsoren
gewonnen werden. Aber
auch sonst fanden sich immer wieder innovative Helfer, die Ihr Wissen, ihre
Ausrüstung und ihre
Arbeitskraft zur Verfügung stellten. In einem Namenswettbewerb wurde
aus 200 Einsendungen der
Name ZHolar ausgewählt. ZH für Zürich und dem Zusatz
„olar" was zu „Solar" führt, gab den
Ausschlag für den innovativen Namen ZHolar.
Nachdem die Finanzierung grösstenteils gesichert war, ging die Projektgruppe
mit grossem Elan an
die Verwirklichung ihrer Vision. Sie verfeinerte das Design, suchte die
einzelnen Komponenten und
übernahm das Engineering. Der Aufbau wurde nach den Plänen der
Gruppe von einem
Glasfaserspezialist einzeln angefertigt. Die Solarpanel sind ebenfalls eine
Einzelanfertigung der
Firma Fabrisolar, Küsnacht. Der Antrieb wurde an der Fachhochschule
Rapperswil durch eine
Semesterarbeit optimiert und ausgewählt. Dieser und die aufblasbaren
Schwimmer sind ein
Serienprodukt und ergänzen die Einzelanfertigungen. Im April 2000 wurden
alle Komponenten in eine
Werft nach Erlenbach verlagert und dort wurde ZHolar von der Projektgruppe
in 2 Monaten
fertiggestellt. Es musste noch so manches Problem gelöst und ausgetüftelt
werden. Doch das
Endresultat beweist allen, Solarenergie ist kein alter Hut und kein Kinderkram,
sondern neueste
Technik in futuristischem schnittigem Design.
Bevor das Solarboot am 21. Juni 2001 der Bootsvermietung übergeben
werden konnte, musste es als
Prototyp noch vom Starkstrominspektorat und von der Schifffahrtskontrolle
abgenommen werden. In
der ersten Saison wurde ZHolar ca. 100 h vermietet. Nur 2 x musste, nach
einem Grossandrang am
1. August, Strom von einer Steckdose zugeführt werden, ansonsten hat
sich das Solarkonzept
bestens bewährt. ZHolar wurde nicht für Grüne oder ewig gestrige
gebaut, sondern für alle die Spass
haben und beim Baden weder von Lärm noch von Gestank gestört werden
wollen. Es bietet Platz für
6 Personen, kostet 60 Pranken pro Stunde und lädt mit einer Badeleiter
zum Baden ein.
Unter www.sses.ch/zuerich/solarboot oder www.lec.ch/solarboot.htm können
weitere Bilder und
Informationen gefunden werden.
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